Lebensrecht für Alle !



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ALfA Regionalverbandes Freiburg


Aktuell:

03.03.2013

Gute Argumente gegen die Ungeborenentötungen

Das Buch „Frauenfeindlich – Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden“ von Martina Kempf, 2012, Gerhard-Hess-Verlag. 16,90 Euro, zu bestellen im Buchhandel oder Internet

Martina Kempf, die in Südbaden lebt, zeigt in ihrem neuerschienenen Buch ein drängendes Problem unserer Zeit auf:

Seit der faktischen Zulassung der Tötung ungeborener Kinder vor ca. 40 Jahren sind dem allein in Deutschland über 4,5 Millionen ungeborene Babies zum Opfer gefallen (offizielle Statistik).

Die heutige Möglichkeit zur vorgeburtlichen Kindestötung wird vielfach als Errungenschaft der Frauenbewegung gefeiert. Daß die derzeitige Gesetzeslage aber gar nicht frauenfreundlich, sondern vielmehr frauenfeindlich ist, zeigt die Juristin und Mutter von drei Kindern Martina Kempf in ihrem 2012 erschienenen Sachbuch.

Sie stellt dar, daß etwa zwei Drittel der Frauen und Mädchen, die ihr ungeborenes Kind töten lassen, von ihrem Umfeld (Partner, Ehepartner, Eltern u.a.) hierzu gedrängt wurden. Es handelt sich hier also keineswegs um eine selbstbestimmte Entscheidung der Betroffenen, sondern vielmehr um eine fremdbestimmte Entscheidung, was an vielen erschütternden wahren Lebensschicksalen von Frauen und Mädchen dargelegt wird.

Martina Kempf geht es keinesfalls darum, Frauen, die abgetrieben haben, ein schlechtes Gewissen zu machen. Vielmehr behandelt sie in dem Buch auch die Frage der Heilung der Betroffenen, die sich meist in einem tiefen seelischen Loch befinden. Vor allem klärt das Buch „Frauenfeindlich“ aber auf über die vielen Risiken und negativen seelischen und körperlichen Folgen der vorgeburtlichen Kindestötung:

Die Autorin zieht dabei zahlreiche aktuelle internationale Studien heran, danach leiden 92, 6 % der Frauen nach der Ungeborenentötung unter starken Schuldgefühlen, 88 % unter Depression, 46, 6 % unter Albträumen. Erschreckend ist, daß 40,6 % der Betroffenen danach Drogen konsumieren und 36,5 % Alkohol mißbrauchen, um das Geschehen auf diese Art zu bewältigen.

„Das ist ja noch nichts, hatten Arzt und Beraterin gesagt! Daß es doch etwas gewesen war, merkte ich zu spät, als sich mein totes Kind wie ein Schatten auf meine Seele legte. Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben.“

„Ich weine mich nachts in den Schlaf, werde wegen der Albträume wach und weine mich wieder in den Schlaf.“

Nach der Tötung eines ungeborenen Kindes erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert zu werden ebenso wie das Selbstmordrisiko. Interessant ist auch eine Studie, nach der 70 % der Paarbeziehungen einen Monat nach der Abtreibung am Ende sind. Dies ist um so tragischer, als oft die Abtreibung vorgenommen wurde, um die Partnerschaft zu retten.

Viele Männer erkennen erst nach der Ungeborenentötung deren schlechte Auswirkungen auf ihre eigene Seele. Ein verhinderter Vater: „Ich habe die Schuld. Ich bin ein Versager. Ich habe meine Frau und das Kind nicht geschützt, was meine Aufgabe gewesen wäre. Ich habe überhaupt nicht begriffen, was es heißt, Vater zu sein.“

Durch die vorgeburtliche Kindestötung erhöht sich auch die Gefahr der Unfruchtbarkeit, und es kommt zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko, da die Brust bereits begonnen hatte, sich auf Milcherzeugung umzustellen. Auch erhöht sich die Gefahr der Frühgeburt und des Untergewichtes eines später geborenen Kindes signifikant.

Für viele Christen der Landeskirchen stellt sich das Gewissensproblem, daß die Evangelische Kirche an der Ausstellung von Beratungsscheinen mitwirkt, die für eine straflose Ungeborenentötung erforderlich sind. So kämpft etwa der Gemeindehilfsbund gegen diese „Lizenzen zum Töten“ der EKD. Die Autorin macht Vorschläge für neue Gesetze für einen wirksamen Schutz der ungeborenen Kinder. Die Problematik der sehr oft schlechten Beratung durch Pro Familia, die eigene Abtreibungskliniken unterhält, wird erörtert.

Auch viele mutmachende wahre Beispiele von Frauen und Mädchen, die es mit ihrem Kind geschafft haben, enthält das Buch, etwa „Schwanger im Studium“ oder die mutige Geschichte einer Alleinerziehenden.

Sie schreibt: „P.S.: Hiermit möchte ich alle Frauen auffordern, dass sie für sich und ihr Baby kämpfen sollen und nicht auf die Männer hören sollen. Sie sollen an sich glauben. Alles geht, egal in welcher Lage/Situation sie sich befinden. Alles ist möglich. Sie müssen nur an sich glauben und hart kämpfen.“

Auch „dreifaches Glück – keine Angst vorm dritten Kind“ wird behandelt ebenso wie das Ja zum behinderten Kind. Empfehlenswerte Kontakt- und Hilfsangebote werden genannt. Die verheiratete Autorin behandelt auch die Frage einer verantwortungsvollen Sexualität.



16.11.2012

Pro Familia in der Kritik
Grundeinstellung und Organisation des Verbandes legen Widerruf der Anerkennung als Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen nahe

von Martina Kempf

Pro Familia legt in einer Kampagne die Kooperation einer Versicherung mit Lebensrechtlern lahm

Hoffnung auf Krankenkasse ohne Ungeborenentötung

Für Bürger, die die Tötung von jährlich mindestens 110.000 ungeborenen Babies in Deutschland verhindern wollen, stellt sich seit langem das Problem, daß sie gezwungen sind, diese Tötungen in der gesetzlichen Krankenkasse durch ihre eigenen Beiträge mitzufinanzieren. Unter einem Gewissenskonflikt litt nicht zuletzt der Versicherungsangestellte Wolfgang Treuter, der die jeweiligen Versicherungszusagen einer Abtreibung unterzeichnen mußte. In Zusammenarbeit mit der Betriebskrankenkasse Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV) ging er mit dem Unternehmen pro life Deutschland einen neuen Weg, indem dessen Mitglieder freiwillig auf Abtreibung verzichteten und dafür familienfördernde Leistungen erhielten, etwa ein Willkommensgeld für jedes neugeborene Kind. Auch eine Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen war geplant, um Schwangeren in Not Beratung und Hilfe zukommen zu lassen.

Letztlich wäre die BKK IHV gesetzlich verpflichtet gewesen, auch diesen Mitgliedern auf Wunsch Ungeborenentötungen zu finanzieren, als Konsequenz hätten sie dann aber aus dem Unternehmen pro life austreten müssen. Der Druck von Pro Familia und ihrem Netzwerk trug jedoch maßgeblich dazu bei, die Zusammenarbeit der BKK IHV mit pro life im Juni 2012 zu beenden.

Die Organisation pro familia wurde 1952 mit dem Ziel der Sexualaufklärung und Geburtenkontrolle von dem früheren NS-Bevölkerungspolitiker Dr. Hans Harmsen als Vorsitzendem gegründet. Sie setzt sich seit langem für die völlige Freigabe der Ungeborenentötungen ein, was eine unkontrollierte beliebige Tötung auch von gesunden ungeborenen Babies in allen Schwangerschaftsmonaten bedeuten würde, und betreibt eigene Abtreibungskliniken.

Verfassungsrechtliche Defizite Pro Familias

Pro Familia wandte sich mit Schreiben vom 11. Januar 2012 an den Dachverband Gesetzliche Krankenkassen (GKV) und an verschiedene Bundesministerien gegen die Kooperation der BKK IHV mit pro life. Pro Familia kritisierte die „einseitig ideologische Ausrichtung“ der BKK IHV. Im Februar schlossen sich Leitmedien wie Der Spiegel mit inhaltsgleicher Berichterstattung an. Das Bundesversicherungsamt (BVA) als Aufsichtsbehörde der Krankenkasse übernahm die Argumentation Pro Familias ebenfalls, die Kooperation der BKK IHV mit der Lebensrechtsorganisation verstoße gegen die weltanschauliche Neutralität und drohte mit juristischen Konsequenzen. Doch die Schutzpflicht des Staates für das ungeborene menschliche Leben ist im Grundgesetz verankert. So stellt das Bundesverfassungsgericht als höchstes deutsches Gericht in seinem Urteil vom 28. Mai 1993 in seinem 1. Leitsatz fest:

„Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch des ungeborenen, zu schützen. …Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen menschlichen Leben zu.“ (BVerfGE 88, 203 ff.)

Der 10. Leitsatz des genannten Urteils führt weiter aus: „Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat ferner, den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben.“ Diesem verfassungsrechtlichen Auftrag zum Schutz des ungeborenen Lebens fühlte sich ProLife in seiner Kooperation mit der BKK IHV verpflichtet. Hierbei handelt es sich also nicht um eine einseitige ideologische Ausrichtung, sondern um die Erfüllung des Auftrages des Bundesverfassungsgerichtes, den Schutzanspruch der Ungeborenen im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben. Es war vielmehr Pro Familia, die mit dem Verfassungsrecht nicht konform ging, indem sie den genannten Schutzauftrag als eine nicht zu beachtende „einseitig ideologische Ausrichtung“ ausgab. Ebenso übersah das BVA die verfassungsrechtliche Schutzpflicht des Staates auf dem Gebiet des Lebensschutzes. Das Grundgesetz selbst sei hier gerade nicht neutral, sondern eindeutig für den Schutz des Lebens aller Bürger, auch der ungeborenen und damit gegen Abtreibung, teilten Lebensschützer mit.



16.11.2012

Gebetsanliegen für November 2012 für Gebetskreise, Gottesdienste und eigenes Gebet

Einleitung:

Etwa zwei Drittel aller abtreibenden Frauen werden von ihrem Umfeld, also von Partnern oder Ehemännern, hierzu gedrängt, so die Erfahrung von Beraterinnen wie der Hebamme Maria Grundberger vom Lebenszentrum München.

Hierzu möchte ich Ihnen/Euch ein wahres Beispiel einer Frau vorlesen, die von ihrem eigenen Ehemann gezwungen wurde, ihr ungeborenes Kind töten zu lassen, obwohl sie es bekommen wollte:

Sie schreibt 2010 in einem Internetforum: „Morgen ist meine Abtreibung. Leider habe ich keine wirkliche Wahl. Mein Mann möchte das Kind nicht haben. Ich sitze nur noch hier und weine. Ich weiß, vom Kopf her ist es wohl das Beste, aber mein Herz sagt einfach etwas anderes. Ich kann nicht mehr essen, kaum noch schlafen. Ich bin innerlich leer und kann nur noch Trauer und Schmerz fühlen. Ich weiß nicht, wie ich damit fertig werden soll. Ich hoffe, mein kleiner Stern wird frei sein und seine Seele findet eine Mami, die ihn mit offenen Armen empfangen wird. Meine Schuld werde ich ein Leben lang nicht loswerden!“

Drei Stunden vor ihrer Abtreibung geht sie noch einmal ins Internet und schreibt: „Wie es in mir vorgeht, das erzähle ich meinem Mann jeden Tag … er versteht es nicht. Für ihn ist es ein Zellhaufen. Er sagt, ich mache die Familie kaputt. Er droht mir, nicht mehr arbeiten zu gehen, obwohl wir von seinem Geld leben. … Mein Abbruch ist heute 12.40. Vielleicht könnt ihr an mich denken….“

Nach der Tötung ihres ungeborenen Babies berichtet sie im Forum: „Ich habe gestern abgetrieben … es ist so schlimm … ich habe heute Nacht nicht geschlafen. Die Tabletten zum Zusammenziehen der Gebärmutter haben mir den Rest gegeben. … Mir ist schlecht und ich weiß nicht, wie ich das Ganze verkraften soll. Im Moment fühle ich mich wertlos. … Schon als ich dort lag und sie anfingen, habe ich geheult. Die Medikamente haben mich zwar etwas beruhigt, aber ich habe gestern nur geweint, heute nur geweint und ich weiß, daß ich mein Leben lang weinen werde.“ „Ich denke immer an den Moment, wo ich dieses Ziehen gespürt habe. Der Moment, wo mein Baby aus mir rausgesaugt wurde in einen Behälter und starb … ich kann dieses Gefühl und den Schmerz nicht vergessen – wie wenn mir jemand ein Stück vom Herz herausgerissen hat …“ (Faltblatt Hilfe statt Abtreibung 1000 plus, Stiftung Ja zum Leben, Meschede)

Hier kommt zum Ausdruck, daß die Ungeborenentötung nicht die freiwillige Entscheidung der Frau war und wie sehr die Frau darunter leidet.

Die heutige Situation der Möglichkeit von Abtreibungen stellt sich also als zutiefst frauenfeindlich heraus.

Gebet:

„Herr, in den letzten Jahrzehnten wurden in Deutschland über 4,5 Millionen ungeborene Kinder getötet, sehr viele Frauen leiden darunter.

Laß uns als Christen diese Situation nicht hinnehmen. Hilf uns bitte, wirksame Gesetze für den Schutz der ungeborenen Kinder und ausreichende Hilfen für ihre Familien zu schaffen. Amen.“

Herausgeber und V.i.S.d.P.: Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. Regionalverband Freiburg , Vorsitzende Martina Kempf, Friedhofallee 4 a, 79206 Breisach. Gebetsanliegen werden monatlich veröffentlicht unter: www.alfa-Freiburg.org



26.02.2011

Seltener Mut

von Bernhard Lukau

Geht es Ihnen nicht auch so wie mir, dass Sie ein gewisses Schaudern überkommt, wenn Sie im zweiten Artikel des deutschen Grundgesetzes, der “das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ garantiert am Ende lesen: „In diese Rechte darf ... auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden“? Denn dieser Satz ermöglicht die Abtreibungsgesetzgebung in unserem Land. Wäre es die oberste Verpflichtung des Staates, zu allererst das Recht auf Leben zu schützen - und nicht die Würde der Person - dann wären Millionen Kinder in Deutschland zur Welt gekommen, die in Kliniken und Praxen den Abtreibungstod fanden. Aber wenn der Schutz der Würde vor dem Schutz des Lebens rangiert, hat faktisch nur der geborene Mensch eine Chance, die Übrigen scheitern an den „Indikationen“ des Zeitgeistes.

Eine Erfindung dieses Zeitgeistes ist auch das verschleiernde Wort „ergebnisoffene Beratung“. Denn was das in Hunderttausenden von Fällen heißt, wissen wir. Wie hoch ist die Zahl derer, die nach einer Beratung bei ProFamilia noch geboren werden durften? Die gute Absicht führt zum Leben; die nicht ins Leben führt, kann keine gute Absicht gewesen sein.

Die Gehsteigberaterin, der in Freiburg mit polizeilicher Verfügung ihr Tun untersagt wurde, erfüllt einen Auftrag, den der Staat - erstaunlicherweise - nicht wahrnehmen muss und auch nicht wahrnimmt. Den der Gesetzgeber preisgegeben hat und den das Urteil des Verfassungsgerichtes nicht absolut einfordert. Sie vermehrt unter schwierigen Bedingungen die Argumente für das Leben, für das Leben des Hauptbetroffenen, eben des Kindes im Mutterschoß. Ein seltener Mut!



Menschenrechtsorganisation für Recht auf Tötung ungeborener Menschen
Schrittweiser Kurswechsel bei Amnesty International

Ungeachtet der Proteste von Kirchen, vor allem des Vatikans, der zum Boykott aufrief, und Lebensrechtsgruppen hat Amnesty International (ai) einen neuen Kurs in der Abtreibungsfrage beschlossen. Die Internationale Ratstagung der Menschenrechtsorganisation in Mexiko-Stadt hat sich in ihrer Presseerklärung vom 21. August dafür ausgesprochen, Schwangere müßten nach Vergewaltigung, bei Inzest und Lebensgefahr sowie Bedrohung der Gesundheit ein "Recht auf Abtreibung" haben. Den letzten Punkt erfüllt meist schon eine Bescheinigung von Depressionen. Ai hebt also auf vier besondere Fälle ab, was insofern missverständlich ist, als die Organisation andererseits ihrer Erklärung nach eindeutig weltweit auch für alle übrigen Fälle der vorgeburtlichen Kindstötung ohne besondere Ausnahmesituation die Strafbarkeit aufheben, also die Tat legalisieren will, da eine Bestrafung einer Abtreibung „eine Verletzung der reproduktiven Rechte der Frauen“ wäre.

Der Begriff der „reproduktiven Gesundheit“ taucht bereits 2003 in einem Strategiepapier des amerikanischen „Center for Reproductive Rights and Policy“ (CRR) auf. Das CRR ist eine Organisation, die international Gerichtsprozesse für abtreibungsfördernde Urteile anstrengt.
„Reproduktive Gesundheit“ soll bedeuten, weltweit „sichere, legale und allgemein zugängliche Abtreibung“ zu ermöglichen. Genau diese Punkte beschloß nun auch fast wortlautidentisch ai.

Wirksame Gesetze zum weitestgehenden Schutz der ungeborenen Kinder bestehen heute unter anderem noch in Polen, Monaco, Malta, Nicaragua, Uruguay, Mexiko, El Salvador und der Dominikanischen Republik. Die Abtreibungslobby des CRR will weltweit auf Regierungen einwirken. Bereits 2005 forderte das Europäischen Parlament (ohne die Christdemokraten) die Europäische Union auf, für die Entwicklungshilfe „auch weiterhin die Führungsrolle bei den sexuellen und reproduktiven Gesundheitsrechten zu übernehmen und einen Mittelumfang u.a. für Abtreibungen, wenn diese legal sind, aufrechtzuerhalten“. Die EU fördert bereits heute mit europäischem Steuergeld Abtreibungen in Entwicklungsländern.
Menschenrechtsorganisationen betrachtet das CRR für die weltweite Kampagne der „reproduktiven Rechte“ als natürliche Verbündete. Stefan Rehder äußert in Der Tagespost vom 16.8.2007 die Vermutung einer Unterwanderung von ai durch die Abtreibungslobby, deren Strategie es sei, in einer Vorgehensweise Schritt für Schritt Anerkennung für ihre Positionen ohne große Aufmerksamkeit der Opposition zu erringen. Diese Vermutung könnte das widersprüchliche Verhalten vom amnesty erklären, die kurz vor Bekanntgabe ihrer Entscheidung mehrfach bestritt, für die Legalisierung von Abtreibungen einzutreten und den Blick der Öffentlichkeit auf einzelne besonders schwerwiegende Fälle zu lenken versuchte wie etwa ein beispielhaftes schwangeres Vergewaltigungsopfer im größten Weltkrisenzentrum Darfur, um für dessen Abtreibungsverlangen den Zuspruch der Öffentlichkeit zu gewinnen; die offiziellen Texte von ai sprechen sich nun jedoch eindeutig für die Legalisierung in allen Fällen aus.

Martina Kempf